Allgemeine Jagdruhe

Vom 16. Februar bis 15. April gilt die allgemeine Schonzeit (§ 41, Abs. 2 JWMG) für alle Wildtiere mit Ausnahme von Schwarzwild, für das es wegen der drohenden ASP eine Sonderregelung gilt.

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Sehr geehrte Jägerinnen und Jäger,

 
 
 
 
 
 

 

(Stuttgart, 15. Februar 2022) Zulässig ist in der allgemeinen Schonzeit auch das Aufsuchen und Nachstellen von Wild im Rahmen der Ausbildung von Jagdhunden und Nachsuchen von Unfallwild.

Wie uns das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg am 15.2. mitteilte, ist Schwarzwild von der allgemeinen Schonzeit ausgenommen und damit die Bejagung unter Beachtung des Muttertierschutzes weiterhin ganzjährig möglich.

Bis zum 28.2.2022 gilt noch die Verordnung des MLR aus 2019, nach der Schwarzwild innerhalb und außerhalb Waldes ohne die in § 41 Abs. 2  JWMG genannten Einschränkungen zulässig ist. 

Am 24.2.2022 (Veröffentlichung im Gesetzblatt am 23.3.) tritt eine Folgeverordnung in Kraft, die bis zum 15.2.2024 gilt. Sie wird vermutlich die bisher geltenden Regelungen für weitere 3 Jahre verlängern.

Der Landesjagdverband begrüßt, dass das Land die Ausnahmeregelung wieder für drei Jahre erlassen hat, bedauert aber nach wie vor, dass von der Verlegung der Jagdruhezeit auf Mitte Februar die Bejagung von Raubwild betroffen ist, die besonders in Auerwild-und Bodenbrüterrevieren im Offenland bis Ende Februar besonders wichtig wäre. Leider war es bisher selbst in Gebieten mit seltenen Bodenbrüterarten nicht möglich, Ausnahmen zu erwirken.